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Das Korn der neunzig Tage

At an old water mill, Polly learns how a fast-ripening ancient barley became Orkney's daily bread and its whisky.

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Die Bar in Kirkwall hatte fünf Tische und ein Feuer. Die Tür ging auf eine Straße aus grauem Stein hinaus, mit der Kathedrale oben am Ende. Polly nahm den Tisch am nächsten zur Wärme. "Kann ich die Speisekarte sehen?", fragte sie. Die Karte hatte weniger darauf, als sie erwartet hatte, und mehr davon aus der Gegend.

"Könnten Sie ein gutes Gericht empfehlen?" Die Wirtin war ein Reiher. Sie empfahl sofort den Bannock. Bere ist eine Gerste, die sie hier seit Jahrhunderten anbauen. Man nennt sie die Gerste der neunzig Tage, weil sie schnell genug für einen kurzen nördlichen Sommer reift. Zu Mehl gemahlen ergibt sie einen flachen, dunklen Fladen.

"Haben Sie vegetarische Optionen?", fragte Polly. Der Reiher zeigte auf dieselbe Zeile der Karte. Bannock, Butter und Crowdie, der weiche Käse, den die Höfe schon immer gemacht haben. Dasselbe Korn geht auch in die Brennerei unter dem Turm, die seit siebzehnhundertachtundneunzig arbeitet.

"Können wir bitte die Rechnung haben?", sagte Polly, als der Teller leer war. Der Reiher ließ sich Zeit damit, was ein Kompliment ist. Draußen war der Wind auf das gesunken, was die Inseln Windstille nennen. Polly ging die graue Straße hinauf zur roten Kathedrale.

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